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05.04.2019 15:19 Kategorie: Wirtschaft

Erdöl: nachgewiesene Reserven in Algerien auf 12 Mrd. Barrel geschätzt

In einer Analyse über den Energiesektor in Algerien, die am 18. März 2019 in Washington veröffentlicht wurde, schätzt die amerikanische Energieinformationsagentur (EIA) die nachgewiesenen Ölreserven Anfang 2018 auf etwa 12,2 Milliarden Barrel.

Laut der Studie handele es sich um Onshore-Reserven, da Algerien sein Offshore-Potenzial noch nicht ausgeschöpft habe, was darauf hindeute, dass die Ölreserven des Landes viel größer seien als die oben genannten Schätzungen.

Die EIA erklärt ebenfalls, dass Algerien "über große Schieferöl- und Erdgasressourcen" verfüge, aber in diesem Bereich nur geringe Fortschritte erzielt worden seien.

Das Land könne auch die Produktion von Lagerstätten v.a. in Illizi, Berkine oder Hassi Messaoud-Dahar, die allein 71% der nachgewiesenen Ölreserven des Landes ausmache, erhöhen, sagt die Agentur.

In Bezug auf Erdgas erklärt  die US-Agentur, dass die Gewinnung der riesigen Schieferressourcen des Landes mit vielen Hindernissen konfrontiert sei. Zu diesen Hindernissen gehören die Entfernung der Lagerstätte, der Mangel an Infrastrukturen und die Wasserknappheit.

Laut einer von der EIA finanzierten Studien, die 2013 veröffentlicht wurde, besitze Algerien nach China und Argentinien die drittgrößten Schieferreserven der Welt. Die EIA schätzte diese Reserven auf 707 Billionen Kubikfuß.

Gleichzeitig muss sich Sonatrach dem Rückgang seines größten Gasfelds, Hassi R'mel, das allein mehr als 85 Billionen Kubikfuß ausmacht, stellen.

Der Öl- und Gaskonzern rechnet mit einem Investitionsprogramm in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar, um den Rückgang dieser Mega-Lagerstätte zu stoppen, deren Behälter durch "Überproduktion und mangelnde Investitionen" beschädigt wurde, erklärte die Agentur.

Die EIA ist der Ansicht, dass die von Sonatrach im Südwesten initiierten Gasprojekte von großer Bedeutung für das Land seien, da sie ihre Exportkapazität und auch die Deckung der Binnennachfrage aufrechterhalten sollten.

Laut der EIA sollten die Gasprojekte im Südwesten, eine Region, die bislang noch nicht erforscht wurde, mittelfristig dazu beitragen, die Gasproduktion nach dem Beginn der Produktion anzukurbeln.

Die Lagerstätten Reggane Nord und Timimoun, die die erste Phase des Projekts darstellen, haben die Produktion bereits aufgenommen.

Quelle: APS

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